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Musik wie ein ÜberraschungseiSindelfinger Zeitung vom Donnerstag, 14. Mai 2009 Pressebericht zu unserer Veranstaltung Monochrome – Post Punk Indie Pop Heroes, Support: Recorder Von unserem Mitarbeiter Matthias Staber Die Musik von Monochrome funktioniert wie ein Überraschungsei: Von außen großer Wiedererkennungswert, innen immer eine Überraschung. Den Wiedererkennungswert des Monochrome-Sounds liefert der brachial inszenierte Hardcore, mit fleißigen Tempiwechsel und treibenden Gitarren ausgefinkelt strukturiert. Als Überraschung wird der gerockte Zuhörer mit einer zauberhaften Melodie belohnt, zart schmelzend und zuckersüß im Abgang, in ausgeklügeltem Wechselspiel von Marc Calmbach und Kate Complikate serviert. Wer die Melodie entdeckt, den lässt sie nicht mehr los, nimmt einen der Slogan der Band mit nach Hause: „Your melody alway finds me.“ Vor allem live schlägt der Monochrome-Sound ein wie eine Bombe, wie die Band im sehr gut besuchten Sindelfinger Kulturpavillon unter Beweis stellt. Dem packenden Liveerlebnis schadet auch nicht, dass sich Sänger Kalmbach und Schlagzeuger Christian Specker auf der Bühne aufführen wie komplett Wahnsinnige. Handstand auf der Bühne, gereckte Zunge mit verzückt-entstellter Mimik, Zappelphilipp-Performance: Die selbstbewusste Gewissheit, das Haus zu rocken, spricht aus jeder noch so kleinen Geste. Dass Sängerin Kate Complikate sich in Sindelfingen redlich mühen muss, sich dagegen Präsenz zu verschaffen, steht auf einem anderen Blatt. Ursprünglich eine Böblinger Band, sitzen die Mitglieder von Monochrome (außerdem Marten Thielges und Helmut Pfohl an der Gitarre und Dominik Thomann am Bass), heute in Berlin, Stuttgart und Basel. Internationale Aufmerksamkeit haben sie bereits, tourten durch die USA. Dennoch gelten Monochrome als Insider-Tipp. Und das verwundert: Von Platte sprechen die Songs der Band noch deutlicher die Sprache des Pop statt des Hardcore, bergen enormes Hitpotenzial. Der Tradition der Hamburger Schule frönen Robert Krülle (Bass und Gesang), Thomas Jirasko (Gitarre), Jens Zarnetzki (Gitarre und Hintergrundgesang) und Jan Zarnetzki (Schlagzeug) mit ihrem Projekt Recorder. Das funktioniert in den schnelleren Stücken besser als in den Balladen, bietet entzückende Weisheiten neben Wortfindungsschwierigkeiten kurz vor der Phrasenfalle, was dem Genre geschuldet ist, und macht Spaß. Anmelden oder registrieren um Kommentare einzutragen
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