Anmeldung![]() Ausstellung mit Bildern von Julia Povel im Pavillon-Foyer! Jetzt anmelden!Nur als angemeldeter Benutzer kannst Du unsere Newsletter abonnieren, an Umfragen und Diskus- sionen teilnehmen oder eigene Veranstaltungs- kritiken schreiben. |
Zwischen Hirn und ZwerchfellSindelfinger Zeitung vom Donnerstag, 19. November 2009 Pressebericht zu unserer Veranstaltung VOLKSDAMPF - BIRN OUT (Musikkabarett) Von unserem Mitarbeiter Ulrich Holthausen „Wir sind jetzt so alt wie der erste Computervirus, nur nicht so verbreitet.“ Seit über 25 Jahren präsentiert Volksdampf seine Nummernrevues auf Kleinkunstbühnen. Mit Erfolgsprogrammen wie „Unter Geiern“ oder „Sink positiv“ waren sie natürlich auch zu Gast im Böblinger Amtsgericht oder vor neun Jahren bei der IG Kultur im Movida. Seit über 25 Jahren gilt politisches Kabarett aus Oberschwaben als Geheimtipp. Und noch immer nicht genug. „Birn out“ ist jetzt das 14. Programm. Auch wenn den Akteuren natürlich klar ist, „die durchschnittliche Lebenserwartung einer Kabarettgruppe längst überschritten zu haben“. Ein Umstand, mit dem eine Gruppe wie Volksdampf genüsslich spielt. Vor allem Reiner Muffler muss sich als Gründungsmitglied mit Lisa Greiner und Suso Engelhardt über Abwrackprämie und Mobbing am Arbeitsplatz auseinandersetzen. Ja, die Erscheinungsformen der menschlichen Einfalt können vielfältig sein. „No brain – no pain: Ist ein Leben ohne Hirn möglich?“ Musik mit der Mülltonne Eine rasante Nummernrevue, selbstironisch und provokant in der Symbiose mit dem „völlig überalterten“ Publikum, spürbar die Freude am strategischen Humor, immer zwischen Hirn und Zwerchfell. Feiner Wortschliff und gezielt gesetzter plumper Kontrapunkt, Textoriginalität und Sprachwitz im Zusammenspiel mit prägnanter Musikalität und einem skurrilen Instrumentarium wie der 70-Liter-Mülltonne als Schlagzeug, Bass oder Geräuschfundus. Das ist die unterhaltsame Erfolgsmischung, auch wenn der Kabarettkessel den Druck nicht immer wirklich hochhält. Originalität und Witzniveau schwanken da schon beträchtlich. Der Trend der Zeit im Oberland, wenn etwa der Märtyrer zum Mehrtürer wird. Doch ein äußerst amüsierwütiges Publikum verzeiht auch dies und kommt so voll auf seine Kosten. Selbst bei der im Ausland gefertigten Zugabe. Noch leuchten richtig alte Glühbirnen in den Händen des Kabarett-Trios Volksdampf. Beim nächsten Auftritt sind wohl Energiesparlampen angesagt. Anmelden oder registrieren um Kommentare einzutragen
|