
Lautmalereien im Duett
Pressebericht zu unserer Veranstaltung Chorissimo: CHORUS DELICTI trifft COCKTAIL VOCALE
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Lautmalereien im Duett
18.11.2011 - Von unserem Mitarbeiter Hans-Ulrich Kramer
Zunächst mixt Cocktail-Vocale-Sänger und „Barkeeper“ Enzo in einer kurz angespielten Szene einen tatsächlichen Cocktail. Unmittelbar danach folgt der musikalische Cocktail, bestehend aus den Zutaten Pop, Rock und Jazz. Dirigiert von Dmitri Prokhorenko und begleitet von Christian Rehm am Klavier, laufen die Sänger vom „Cocktail Vocale“ wieder zu großer Form auf.
Gesanglich ist es spitze, was der Chor zu bieten hat. Wie gewohnt experimentiert der junge Chor des Liederkranzes Sindelfingen zudem viel mit Lautmalereien und mit sonstigen musikalischen Spielereien. Zuweilen ist dies fast des Guten zu viel. Etwa, wenn in einem Stück ausführlich Schlaf- und Gähngeräusche erklingen. Auf jeden Fall ist es aber spannend, weil jeder Song individuell ausgestaltet wird und häufig unvorhersehbare Wendungen nimmt.
Besonders gelungen sind die Stücke wie „One“, „Take five“, „It don’t mean a thing“ und „Don’t stop me now“. Zu „One“ singen Frauen und Männer teilweise leicht versetzt, was einen guten Spannungsbogen erzeugt. Nicht nur hier überzeugt die klare, prägnante Aussprache der Sänger, was die Texte gut verständlich macht.
Den Duke-Ellington-Klassiker „It don’t mean a thing“ präsentiert „Cocktail Vocale“ besonders schwungvoll. Mit lautmalerischen „Duab“-Einsprengseln bekommt der Song eine jazzige Note. Zum Ende gibt es eine anschwellende Soundkulisse, ehe das letzte Wort „Swing“ in ganz verschiedenen Tonlagen erklingt.
Carole King zum Finale
Aber auch der Altensteiger Chor „Chorus Delicti“ hat einiges zu bieten: Begleitet von Chorleiter Thomas Früchtl am Klavier sowie von Schlagzeug und Keyboard, kommen Frauen wie Männer zu Solo-Auftritten. Generell sind die Akteure des „Chorus Delicti“ ein Stück weit auch Schauspieler, die sich auf der Bühne in immer wieder neuen Formationen positionieren.
Zur Zugabe wird die Bühne mit beiden Chören brechend voll. Gemeinsam wird aus vollen Kehlen „You’ve got a friend“ von Carole King gesungen. Gelungenes Ende eines abwechslungsreichen Chorabends, zu dem die kleine Jazzcombo als Begleitung oder aber mit Soloauftritten ihren Teil beiträgt.

