Sa 14.10.2017 | 20:30 unbestuhlt | VVK 15,00 / 13,00 | AK 16,00 / 14,00

NoRMAhl

Das Comeback der Punk-Legenden

Vor fast 40 Jahren gründete sich die Punkband NoRMAhl in Winnenden und hat seitdem für viel Furore gesorgt. 2015 erschien die letzte CD „Friede den Hütten, Krieg den Palästen“. Heute sagen sie selbst: „Unsere Songs sind geschrieben für alle, die ihr Leben fernab von Globalisierungsgeschwätz, Profitgier und Gewinnmaximierung leben wollen, die ihr Leben in Selbstbestimmung und Freiheit und ohne Konventionen selbst gestalten wollen, die ihre Ansprüche nicht auf Kosten von Menschen, Tieren oder der Natur ausleben wollen, die Toleranz nicht nur für sich selbst einfordern, die trotz Staatsterror, Repressionen und Beamtenwillkür den Spaß, die Lust am Leben und Punkrock nicht verloren haben und die sich dafür als voll assi bezeichnen lassen.“
Lars Besa (Gesang)
Mick Scheuerle (Gitarre)
Manny Rutzen (Bass)
Raimund „Scobo“ Skobowsky (Schlagzeug)

www.normahl.de

NoRMAhl schlagen zurück: "Friede den Hütten - Krieg den Palästen", ihr erstes Studio-Album nach zehn Jahren, erschien am 10. April 2015.

Unfassbare Polizeiwillkür, geradezu lachhafte Indizierungen (von mehr als 30-jährigen (!) Songs und eines Albums) im vorigen Jahr hat den Punkvierer aus Winnenden noch stärker zusammengeschweißt - und zu ihrem wohl stärksten musikalischen Manifest geführt. "Es ist mehr als nur eine Platte", sagt Sänger Lars Besa. Zwölf Songs – sechs eigene, sechs Bearbeitungen – sind zusammengefügt als raues gesellschaftspolitisches Statement zur Zeit. Und wenn es einen Beweis für das im Musikbusiness so oft strapazierte Wort "Kredibilität" gibt - hier ist er geführt: Ton für Ton, Zeile für Zeile. "Friede den Hütten –Krieg den Palästen" ist kein Album fürs Nebenbei hören. Es fordert, es mahnt: Zuzuhören. Ob bei den Eigentracks wie „Freiheit“, „Spaß“ oder „Sommer“ oder bei den rauen Neubearbeitungen von eigentlich leisen Liedern wie "Narrenschiff" (Reinhard Mey), dem „Kapitallistenlied“ (Kreisler) oder „Es ist an der Zeit“ (Hannes Wader). Aufgenommen in den Atlantis Studios von James Herter, gemastert vom legendären "Samson", ist es schlicht: ein Meisterwerk. Provokant, prägnant, hart.
Ziemlich genau 35 Jahre nachdem sie ihr erstes Demo aufs Band eines Kassettenrekorders einprügelten und als adoleszente Teenager ihren Frust herauskotzten, krönen die Urgesteine des Deutschpunks ihre Platten-Karriere mit einem satten Linkschuss ins Herz aller konservativen Pegida- Verharmloser und dumpfer Rechtspopulisten. Rund ein Jahr haben die Jungs von der Punkstelle an diesem Album gearbeitet. So lange wie nie zuvor - und so inspiriert wie selten. Konzentriert, konsequent und kompromisslos.
Dabei müssen sich nichts mehr beweisen. Haben ihre Mitte gefunden. Wissen um ihre Stärke. Sind souverän und doch hungrig. Sie, die "First Mover" des Punk. NoRMAhl waren immer die ersten, richtig abgesahnt und kommerzialisiert haben stets andere. Na und ! Deshalb werden ihre Songs immer wieder neu entdeckt, gehen ihre Streaming Raten längst ins Siebenstellige. 1980 galten NoRMAhl als die Wegbereiter des Deutschpunks; 1992 waren sie mit "Kein Hass im Wilden Süden" erste und ehrliche Mahner gegen Ausländerfeindlichkeit. Lange bevor es in Köln schick war, Ärsche erheben zu lassen oder in Frankfurt die Plattenindustrie eine als "Rock gegen Rechts" getarnte Promotionparty schmiss, die wahren Helden gegen Hass aber ignorierte. Sie waren stets die Warner - und das auch lange vor den Anti-Pegida-Bewegungen. "Friede den Hütten - Krieg den Palästen", ist 2015 ist das richtige Motto in schwieriger Zeit.

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